Engpässe bei Kreditvergabe für Immobilien befürchtet
Eine aktuelle Umfrage beschäftigte sich mit dem Thema, welche Anlagen Deutsche mit einer zur Verfügung stehenden höheren Summe finanzieren würden. Statt in Aktien, wie es noch vor einiger Zeit der Fall war, entschieden sich mehr Menschen für Immobilien.
Denn diese Geldanlage sei deutlich sicherer, gerade in Zeiten der allgemeinen Krise. 59 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Geld am ehesten in selbst genutzte
Immobilien investieren würden. Gut ein Drittel dagegen würden eine vermietete Immobilie kaufen. Dagegen stehen gerade 25 Prozent, die in Aktien oder Fonds investieren würden.
Jedoch sei eine Investition in
Immobilien gar nicht so einfach, bestätigen 20 Prozent der Befragten. Denn die allgemeine Bankenkrise würde die Kreditvergabe deutlich beeinflussen. So gehen die meisten davon aus, dass ein Immobilienkredit heute deutlich schwieriger erhältlich sei, als es noch vor kurzem der Fall gewesen ist.
Hohe Zinsen und Sicherheiten müssten die Banken verlangen, um sich selbst über Wasser zu halten.
An dem Punkt Kredit würde eine geplante Investition demzufolge scheitern, so die einhellige Meinung der Befragten.
Der Wandel in der Gesellschaft wird jedoch aufgrund dieser Umfrage deutlich. Denn die 1.020 befragten Personen, die ihre Angaben machten, zeigten, dass der Trend weg von den risikoreichen Geschäften mit Aktien und Fonds geht, hin zu vermeintlich sicheren Anlagen, wie Immobilien. Diese werden gerade in Krisenzeiten auch als „Beton-Gold“ bezeichnet. Der Wert sei stabil und damit seien Immobilien die bessere Alternative.
Eine Immobilienfinanzierung ist jedoch nicht mehr nur das Hauptgeschäft von Hausbanken, Raiffeisenbanken und Sparkassen. Bundesweit bieten Hypothekenmakler mit teilweise bis zu 60 Instituten ihre Produkte an, damit sind die Kreditnehmer nicht mehr allein auf die Banken angewiesen.
Artikel wurde von Heiko Erxleben am 27.11.2009 eingereicht.