Immobilienmarkt Berlin

 

Immobilienmarkt Berlin

Westflucht im Berliner Immobilienmarkt. So zumindest scheint es, betrachtet man die aktuellen Zahlen des Bundesamts für Statistik mal etwas genauer. Dabei wurden die Zu- und Wegzüge der Menschen innerhalb der verschiedenen Berliner Bezirke unter die Lupe genommen.
Deutlich wird dabei eines: Immer mehr Menschen kehren dem „Osten“ der Stadt den Rücken zu und wandern in den „Westen“ ab. Einst galten die Viertel im Osten Berlins als wahre Szeneviertel. Wer hier wohnte, konnte sich getrost als hipp und modern bezeichnen und gehörte zu den Menschen, die immer am Puls der Zeit lebten.
Doch dieser Ruf der Stadtteile lockte natürlich früher oder später auch potentielle Investoren an, die Häuser und Wohnungen in Ostberlin kauften und luxuriös sanierten. Damit werden in diesen Wohnungen und Häusern heute teilweise 15 bis 18 Euro Kaltmiete je Quadratmeter fällig.
Und genau diese überhöhten Mieten bringen immer mehr Berliner Einwohner dazu, innerhalb der Hauptstadt umzuziehen. Zudem entwickeln sich ihre einstigen Szeneviertel nunmehr zu Vierteln für die gehobene Gesellschaftsschicht, was vielen Berlinern nicht passt.

Der bis vor kurzem noch überaus beliebte Szenebezirk Pankow verlor im vierten Quartal 2008 bereits 960 Bürger. Ebenfalls musste Marzahn-Hellersdorf 569 Einwohner ziehen lassen und Berlin Mitte verlor 107 Bewohner.
Ausschließlich der Bezirk Treptow-Köpenick konnte 2008 ein leichtes Plus an neu hinzugezogenen Einwohnern erreichen. Hier gibt es 14 Einwohner mehr. Von diesen Wegzügen profitierten bisher solche Bezirke wie Tempelhof-Schöneberg, das 863 Einwohner hinzugewann und Neukölln, wo nun 854 Menschen mehr leben. In Steglitz-Zehlendorf zogen 838 Menschen in ihre neue Wohnung und in Charlottenburg-Wilmersdorf waren es 618 neue Einwohner.

Artikel wurde von Heiko Erxleben am 20.11.2009 eingereicht.

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