Informationen zu Absauganlagen

 

Informationen zu Absauganlagen

Wenn schädliche Arbeitsstoffe in den Atembereich der Arbeitnehmer gelangen, werden nicht nur deren Wohlbefinden und Produktivität beeinträchtigt, sondern auch Leben und Gesundheit können bedroht werden.
Nach dem Arbeitnehmerschutzgesetz (ASchG) müssen gefährliche Arbeitsstoffe grundsätzlich entfernt und durch ungefährliche ersetzt werden (ASchG § 42). Um dies in der Praxis zu ermöglichen, ist als technische Maßnahme vor allem bei geschlossenen Arbeitsverfahren die Absaugung an der Schadstoffquelle erforderlich. Entsprechende Lüftungsanlagen für diesen Zweck werden als industrielle Absauganlagen bezeichnet.
Die Absaugung von schädlichen Gasen, Dämpfen oder Schwebstoffen an der Entstehungsstelle ist eine allgemeine raumlufttechnische Maßnahme zur Gefahrenverhütung. Bei industriellen Prozessen mit hoher Erfassungsmöglichkeit und bei hohen Schadstoffkonzentrationen ist die örtliche Absaugung schon seit vielen Jahren Pflicht und Stand der Technik.
Freie Saugöffnungen oder auch Saugrohre sind die einfachste Form einer Saugvorrichtung.

Die Luft strömt dabei von allen Seiten in das an die Schadstoffquelle herangeführte Rohr. Mit zunehmendem Abstand von der Saugöffnung sinkt die Strömungsgeschwindigkeit, sodass die Saugwirkung verhältnismäßig gering ist. Eine wirksame Erfassung ist nur bis zu einer bestimmten Entfernung möglich. Diese ist nach dem Durchmesser der Saugöffnung zu bemessen. Um den Saugluftvolumenstrom möglichst klein zu halten, ist die Schadstoffquelle möglichst zu verkleiden. So liegt an den Nachströmöffnungen eine möglichst hohe Sauggeschwindigkeit vor, die so ein Austreten von Schadstoffen durch Eigenbewegungen oder Raumeinflüsse verhindert.
In der Regel werden Saughauben bei thermischen Prozessen eingesetzt. Hier wird die Saugwirkung durch Auftriebskräfte unterstützt. Mit zunehmendem Abstand von der Wärmequelle sinkt die Auftriebsgeschwindigkeit durch Abkühlung aufgrund der Vermischung mit der Umgebungsluft. Gleichzeitig vergrößert sich der Luftstrom, sodass der erforderliche Haubenquerschnitt größer wird und die Saugwirkung zusätzlich stärker. Festzuhalten ist: Je näher die Haube an die Emissionsquelle herangeführt werden kann, umso wirksamer wird die Absauganlage.

Artikel wurde von Sophie am 18.11.2009 eingereicht.

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