Recht und Gerechtigkeit

 

Recht und Gerechtigkeit

Sie wollten Gerechtigkeit und haben den Rechtsstaat bekommen ... Vor Gericht bekommt man keine Gerechtigkeit, man bekommt eine Entscheidung ...

Dass Recht und Gerechtigkeit nicht dasselbe sind, weiß man schon lange. Trotzdem soll sich das Recht an der Gerechtigkeit orientieren. Als ungerecht empfundenes Recht führt zu Unzufriedenheit und manchmal gar zu Revolutionen. Leider triften die Gerechtigkeitsvorstellungen in unserer Gesellschaft weit auseinander. In modernen Staaten ist Gerechtigkeit letztlich eine Frage der Verteilungsgerechtigkeit: Verteilt werden Schutz, Freiheit, Güter, Leistungen und Chancen. Es widerstreiten drei Verteilungsprinzipien:

1. Jedem das, was er verdient.
2. Jedem das, was er braucht.
3. Jedem das Gleiche.

Bei genauerer Betrachtung beruft man sich in der politischen Diskussion immer auf diese Verteilungsprinzipien. Den Unterschied macht, wie stark man welches Prinzip gewichtet. Es liegt auf der Hand, dass der, der hat, meint, er habe es verdient, und der der nichts hat, das haben will, was er braucht, oder zumindest das, was alle haben sollten.

Vielleicht ist Gerechtigkeit der harmonische Ausgleich zwischen diesen drei Prinzpien. Ich lade Sie herzlich ein, dazu, ob der Ausgleich gelingt, in den Rechtspolitischen Foren Recht und Gerechtigkeit von Justiz-und-Recht mitzudiskutieren.

Artikel wurde von Thomas Discher am 17.11.2009 eingereicht.

Die 10 neuesten Artikel

Die 10 beliebtesten Artikel