Muss der Hund im Körbchen schlafen?
Was ist schon dabei, wenn der Hund im Bett oder auf dem Sofa liegt? Wenn der Halter das nicht erlaubt, dann meist eher aus hygienischen Gründen oder weil der Hund lästig ist – dabei ist der feste Platz für den Hund auch ein Bestandteil der
Hundeerziehung.
Es wird viel von Rangordnung, Rudelführung oder Dominanz gesprochen. Der Mensch will den Ton angeben, aber allzu oft soll der Führungsanspruch mit Lautstärke, Zwang oder gar brutalen Methoden durchgesetzt werden. Und das bleibt in der Regel auch noch wirkungslos. So wird der Hund nur verunsichert. Dem ganzen liegt eine falsche Vorstellung davon zugrunde, wie ein Hund Führungsqualitäten beurteilt. Statt in blutigen Kämpfen um die Rangordnung vergewissern sich Hunde in tausend Kleinigkeiten, wer der souveränste Anführer ist. Und dazu gehört auch die Frage, wer über den sozialen Raum bestimmen darf. Dem Hund konsequent seinen Ruheplatz zuzuweisen und klar zumachen, wer über privilegierte Plätze entscheiden darf, macht Eindruck beim Hund – ohne großes Getöse.
Ein fester Ruheplatz räumt auch ein anderes Problem auf dem Weg. Viele Hunde, ganz besonders Hütehunderassen wie Collies oder Australien Shepherds, machen es sich zur Aufgabe, das Haus und die Menschen zu bewachen. Diese Hunde konsequent von Ihren Bewacherpositionen im Flur, vor der Tür oder unter dem Tisch zu verweisen, macht klar: du musst hier nicht aufpassen – ich erledige das! Häufig hören dauerndes Anschlagen, Aggressionen gegen Besucher oder andere
Erziehungsprobleme dann auf.
Und das Beste: hat der Hund erstmal verstanden, wer über die Ruheplätze im Haus bestimmt, dann kann er natürlich auch wieder aufs Sofa. Mit Herrchens oder Frauchens Erlaubnis!
Artikel wurde von Lars Jentzsch am 16.11.2009 eingereicht.