Früchte, Holz und Rinde der Hainbuche
Die
Hainbuche ist ein in Europa und Westasien verbreiteter Baum. Er steht teils frei, teils in Hainen. Daher auch der Name dieser Pflanze. Die Vermehrung dieser Pflanze wird durch Windausbreitung der Früchte durchgeführt. Diese nutzen das vertrocknete Blattorgan, das sie zuvor mit Assimilaten versorgte im Oktober, bzw. November, wenn sich die Früchte von den Bäumen lösen, als Flügel. Zur Reife gelangen die Früchte der Hainbuche im Übrigen im August / September.
Hainbuchen verfügen unter idealen Bodenbedingungen über tiefreichende Herzwurzeln. Windwurf gefährdet hingegen sind diese Bäume an Standorten, wo ihre Wurzeln nur bis 35 cm tief in die Erde reichen. Dies geschieht an Standorten, wo der Boden feucht ist. Hainbuchen gehen im Übrigen mehrere Formen von Ektomykorrhiza-Symbiosen ein. Sie bevorzugen aber keinen spezifischen Partner. Häufig als Symbionten dienen rund 25 Arten von Ständerpilze. Des Weiteren auch noch einige Schlauchpilze und Deuteromyceten. Die Rohdichte des Holzes der Hainbuche beträgt 0,69−0,95 g cm-3.
Die Druckfestigkeit des Holzes liegt bei 64,7 MPa und die Zugfestigkeit bei 104,9 MPa, die Biegefestigkeit bei 105,0 MPa.
In der Möbelherstellung oder als Bodenbelag wird das Holz der Hainbuchen kaum verwendet, obwohl es eine sehr schöne weiße bis gräulich-weiße Farbe hat. Farbunterschiede zwischen Kernholz und Splintholz gibt es bei der Hainbuche im Übrigen nicht. Die Rinde der Hainbuche ist grau und dünn, sowie glatt. Die Jahresringe sind im Holz allerdings nur schwer erkennbar. Hainbuchen werden im Übrigen bis zu 150 Jahre alt. An alten Bäumen ist die Rinde meist in Längsrichtung aufgerissen. Die Rinde dieser Pflanze bildet ca. 0,12 Millimeter breite Jahresringe.
Artikel wurde von Elke Lohre am 14.10.2009 eingereicht.