Freie Union ist eine offene, keine geschlossene Gesellschaft – Trojaner entlarven sich frühzeitig
Leipzig. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat zugunsten der Bundesvorsitzenden der Freien Union, Dr. Gabriele Pauli, entschieden. Der Antrag eines ehemaligen Bundesvorstandsmitglieds auf Amtsenthebung der Parteivorsitzenden wurde von den Richtern nach mündlicher Verhandlung am gestrigen Freitag abgewiesen. Damit geht die erst vor knapp acht Wochen gegründete Partei gestärkt aus einer heftigen Auseinandersetzung mit innerparteilichen Widersachern hervor.
„Dass solche Trojanischen Pferde derart schnell mit ihren unlauteren Motiven in die erst junge Partei eindringen konnten, ist ein deutliches Zeichen für unsere allseitige Offenheit und Ehrlichkeit“, erklärte Paulis Stellvertreter, Peter Frühwald, der zugleich Landesvorsitzender in Sachsen ist. Gewiss biete das ungeschützte Flanken für unschöne Attacken. Ein bestimmtes Maß an blindem Anfangsvertrauen sei dennoch nötig, um überhaupt zueinander und zu einer substanziell stabilen Kooperation zu finden. Das unterscheide eben die Freie Union von den etablierten Parteien, die wie geschlossene Gesellschaften und Blöcke operieren.
Deshalb bilde sich dort oft fruchtbarer Nährboden für Filz, Korruption und Parteienklüngel. Das wiederum schrecke zu Recht die Bürger ab und steigere die Zahl der Nichtwähler weiter. Im Extremfall verkomme diese bisher praktizierte Art der Parteien-Demokratie zum Hohlkörper, der wie ein Luftballon irgendwann unkontrolliert zerplatzt.
Eine Partei wie die Freie Union wehrt sich bereits im Frühstadium und steht für Eigenschaften wie Mut, Ehrlichkeit und Zivilcourage. „Diese neue Qualität im Vergleich mit etablierten Altparteien passt nicht in deren Selbstverständnis“, so Frühwald. Deshalb seien für andere Parteien Begriffe wie Glück, Liebe, Bildungshunger, Kinder und Familie eigentlich oftmals Fremdworte. Sie lassen sich schwer in Euro und Cent ausdrücken.
Solche grundsätzlich neuen Überlegungen und Denkansätze, denen die Freie Union überhaupt ihre Existenz verdankt, seien wesentliche Gründe für die Anziehungskraft dieser Partei. Das belegten die Bekenntnisse zahlloser Neumitgliedern, die bislang noch nie politisch aktiv oder des Postengeschachers in den Altparteien überdrüssig waren.
Mit der gestrigen Entscheidung von Nürnberg ist nach den Worten von Peter Frühwald nunmehr der Weg frei für einen ungehinderten inhaltlichen Gedankenaustausch und wichtige strategische Beschlüsse auf dem nächsten Parteitag Ende August. Das beflügelt und befördere die Bemühungen, die Organisationsstruktur der Freien Union weiter in der Fläche zu verästeln und auf regionaler oder örtlicher Ebene neue Gruppierungen zu gründen. Weiteres Störfeuer erwarten wir zunächst nicht, äußerte der 49jährige Leipziger abschließend. ++
Weitere Informationen:
Matthias Günkel, Pressesprecher, tel. 0176 / 25 64 26 95, e-mail: cotta-magazin@gmx.de
Peter Frühwald, Landesvorsitzender, tel. o177 / 29 10 305, e-mail: info@freie-union-sachsen.de, www.freie-union-sachsen.de