Verbreitung und Standort der Rot Buche

 

Verbreitung und Standort der Rot Buche

Die Rotbuche würde in der letzten Eiszeit aus Mitteleuropa weitestgehend verdrängt. Im Mittelmeerraum konnte sie überleben und kam vor rund 10.000 Jahren zurück in das europäische Gebiet.

Vor rund 4800 Jahren traten ihre Pollen im Eichsfeld bei Göttingen wieder auf. Heute kommt die Rotbuche vor allem im Süden von Skandinavien bis nach Sizilien vor. Auch bis zur Atlantikküste von Frankreich und im Nordoste von Polen ist sie zu finden. Damit die Rot Buche gut wachsen kann, benötigt sie mindestens 650 Millimeter Jahresniederschlag. Die durchschnittliche Jahrestemperatur sollte dabei über acht Grad Celsius liegen. Besonders gut wachsen kann sie in einem nährstoffreichen, schwach sauren bis kalkreichen Boden. Besonders bevorzugt sind dabei Sand- und Lehmböden. Dabei reagiert sie sehr empfindlich auf eine lange Trockenperiode sowie eine Staunässe, die sich durch zu viele Niederschläge und einen zu sehr verdichteten Boden ergibt.

In jungen Jahren macht der Rotbuche Schatten nicht viel aus, was sich im Alter allerdings stark ändert.

Bei einem natürlichen Vorkommen kann man häufig beobachten, dass die Bäume sehr hoch wachsen, zwischen 30 und 45 Metern, und im unteren Bereich, bis auf eine Höhe von zehn bis 20 Metern, sehr kahl sind. Dies liegt am fehlenden Sonnenlicht, welches nicht an die unteren Stellen reicht. Dafür sind die Kronen hier sehr schön ausgebildet und bilden im oberen Bereich auch immer wieder neue Triebe aus. Ihren Einsatz findet die Rot Buche bei uns vor allem in öffentlichen Parks, wobei sie hier oft als Einzelbaum gepflanzt wird, um ihr eine ausreichende Zufuhr von Sonnenlicht zu gewährleisten.

Artikel wurde von Elke Lohre am 11.08.2009 eingereicht.

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