Haushaltshilfe – legal oder illegal?

 

Haushaltshilfe – legal oder illegal?

Viele Haushalte, egal ob verheiratetes Paar oder Single, sind auf der Suche nach einer Hilfe zum Putzen, Waschen, im Garten oder zur Erziehung der Kinder. Auch Hilfe für die Betreuung von Senioren ist meist ein Thema. Spätestens, wenn eine Vollzeit – Berufstätigkeit die Möglichkeit nimmt, sich so um den eigenen Haushalt zu kümmern wie es eigentlich notwendig wäre, ist der Weg zu Hauspersonal nicht weit. Wenn aus der Familie selbst keine Unterstützung mehr kommen kann, wird meist auf den illegalen Weg vertraut, entsprechendes Personal gegen Bargeld direkt auf die Hand einzustellen. Meist wird der Vorteil angeführt, dass dadurch nicht nur dem Arbeitnehmer sondern auch dem Arbeitgeber Kosten für Steuern und soziale Abgaben gespart werden. Dass es sich bei einem solchen Beschäftigungsverhältnis allerdings um Schwarzarbeit handelt, die mit empfindlichen Geldstrafen von bis zu 25.000 Euro belegt ist, wird dabei meist außer Acht gelassen. Dabei ist die legale Beschäftigung von Putzfrau, Gärtner oder Nanny gar nicht so viel teurer und birgt neben der Legalität durchaus Ersparnismöglichkeiten.

So können die Kosten für eine Haushaltshilfe zu 10%, maximal aber 510 Euro pro Jahr steuerlich geltend gemacht werden. Die angestellte Person hat nicht nur den Vorteil des guten Gewissens, ist sie entweder bei einer entsprechenden Agentur oder beim Arbeitgeber direkt angestellt, so genießt sie auch einen Versicherungsschutz. Agenturen übernehmen hier meistens die Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 70%, im Fall einer Schwangerschaft werden bis zu 100% der Ausfallkosten übernommen. Auch in die Rentenversicherung wird eingezahlt, damit die bedingten Rentenansprüche nicht verfallen.

Artikel wurde von Andreas Mettler am 21.07.2009 eingereicht.

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