Das Märchen vom günstigen Bausparen

 

Das Märchen vom günstigen Bausparen

Von Bausparkassen, Banken, und Vermittlern immer wieder gerne verkauft und von Kunden seit jeher gerne genommen, sind vor- oder zwischenfinanzierte Bausparverträge. Obwohl für die meisten Kunden ein Verlustgeschäft, scheint diese Variante der Baufinanzierung niemals auszusterben. Das Prinzip: Der Kunde schließt eine Immobilienfinanzierung ab, für das er nur Zinsen zahlt. Anstelle der Tilgung wird ein Bausparvertrag angespart, der nach 8 oder 10 Jahren den Zwischenkredit ablösen soll. Das Problem bei der Sache: Das Bausparguthaben bringt deutlich weniger Zinsen, als der Zwischenkredit kostet. Des weiteren wird zwar ein Effektivzins ausgewiesen, doch der beinhaltet weder den Zinsverlust noch die Abschlusskosten. Auch Schätz- oder Finanzierungskosten werden meist gesondert ausgewiesen. Weiterer Nachteil: Die Zinserträge des Guthabens muss der Bausparkunde versteuern, die Zinsen für das Darlehen können die Eigenheimnutzer aber nicht absetzen. Alles in allem für den Kunden ein, in der Regel, schlechtes Geschäft. Nicht aber für die Verkäufer dieser Produkte.

Und das sind auch schon die einzigen, die wirklich davon profitieren. So hat man errechnet, dass der wahre Effektivzins, selbst bei 1,95 % Angeboten, deutlich über 5 % liegt. Dies macht deutlich, dass ein klassisches Annuitätendarlehen mit 10, 15 oder gar 20 jähriger Zinsbindung in der Regel erheblich günstiger ist, als das Bausparmodell.
Und so wandert Prinz Bausparen auch weiterhin durch die Blätterwälder und Fernsehwerbung und sammelt von ahnungslosen Kunden fleißig deren Gelder ein, um seines zu vermehren.

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