Die Geschichte der digitalen Fotografie

 

Die Geschichte der digitalen Fotografie

Vor rund 200 Jahren wurden die ersten Bild-Experimente von den Gebrüdern Niépce mit einer Camera "Obscura" gemacht. Seit der damaligen Zeit hat sich die Fotografie weiterentwicklet - und das in einem rasanten Tempo. Seit wenigen Jahren ist die digitale Fotografie am Markt, aber schon jetzt hat sie eine gravierende Veränderung bei der Abbildung bewegter und unbewegter Motive eingeleitet. Waren hochwertige Digitalkameras nur den Profis vorbehalten, gibt es heute Profigeräte zu einem erschwinglichen Preis.

Alles begann am Anfang der 80er Jahre. Mit der Mavica, der sogenannten Magnetic Video Camera, wurde der Grundstein für den Übergang von der analogen zur digitalen Fotografie gelegt. Dabei wurden Bilder erstmals auf einer Disketten gespeichert. Dabei handelte sich zwar noch um analoge Videosignale, aber die Weiterentwicklung der digitalen Technik war von diesem Zeipunkt nicht mehr aufzuhalten. In den darauf folgenden Jahren kamen immer mehr Kameramodelle auf den Markt. All diesen Digitalkameras waren ein sehr hoher Preis und eine geringe Auflösung gemeinsam.



Mitte der 90er Jahre begann die Zeit der digitalen Fotografie für die breite Masse. Jeder Hersteller drängten mit eigenen, auch für Hobbyfotografen bezahlbaren Modellen an digitalen Kompakt- und Spiegelreflexkameras auf den Markt. Etwas langsamer entwickelte sich der Markt der digitalen Fotoentwicklung. Noch im Jahr 2000 lag der Anteil der Papierabzüge von Digitalfotos bei knapp 0,1 Prozent. Heute gibt es unzählig Möglichkeiten z.B. ein Fotogeschenk, T-Shirts und Tassen mit seinem Foto im Internet erstellen zu lassen.

Heute sind Digitalkameras für jede Anforderung und in allen Preisklassen zu bekommen. Einfache Modelle gibt es schon für 100 Euro und selbst die Mobiltelefone besitzen eingebaute Kameras. Digitale Spiegelreflexkameras sind zwar deutlich teurer als vergleichbare analoge Modelle. Für den Preis bekommt man dann aber auch einiges geboten: Große und oft schwenkbare Bildschirme erlauben die Betrachtung der erstellen Digitalfotos. Das Ergebnis kann sofort angesehen und beurteilt werden – schlechte Aufnahmen werden einfach gleich wieder gelöscht. Das hält die Kosten für die Fotoentwicklung in Grenzen und beschränkt sich auf die wirklich sehr gelungenen Fotos. Das Einlegen und Wechseln von Filmen entfällt.

Am Computer können die Bilder mit der entsprechenden Software nachbearbeitet und archiviert werden. Vor wenigen Jahren dachte an diese Möglichkeiten noch kein Mensch und war nur den professionellen Fotostuduios vorenthalten. Retuschen wie Farbkorrekturen, Ausschnittvergrößerungen oder die Umsetzung für Internetseiten sind nur einige Beispiele des schier unausschöpflichen Möglichkeiten der digitalen Fotografie und Fotobearbeitung.

Trotz aller Möglichkeiten, die es heute bereits gibt - die Entwicklung geht weiter - und das rasant. Dank der immer leistungsfähigeren Prozessoren in den Kameras und einer kraftvollen Software die Digitalkameras der Zukunft noch viel viel mehr können. Automatische Tiefenschärfe durch einen Verwackelungsschutz, Ausdrucke oder der Versand per MMS, Übertragung der Digitalfotos per Wirelesslan oder Bluetooth, gigantische Speichermedien und immer kleinere, gleichzeitig aber licht- und brennweitenstärkere Objektive sind nur einige Beispiele dasfür.

Guido Braun

gb [at] 9x13.biz

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