Die Formenvielfalt der Kuckucksuhren

 

Die Formenvielfalt der Kuckucksuhren

Während sich die Uhrmacher und Schnitzer der Schwarzwälder Kuckucksuhren sehr stark an der regional vorherrschenden Architektur orientieren, gab es im Osten Deutschland eine andere Entwicklung. Hier versuchte man sich an der industriellen Fertigung der begehrten Kuckucksuhren, um daraus einen Exportschlager machen zu können, der die begehrten westlichen Devisen ins Land spülen sollte. Auch die im DDR-Handel verkauften Kuckucksuhren bringen heute noch manchen Sammler der begehrten Souvenirs aus dem Schwarzwald zum Schmunzeln. Die schlichten grünen Häuschen mit ihren bunten Fensterläden erinnern eher an das Kinderspielzeug, bei dem Sonne und Regen das Wetter vorhersagen sollten. Gestrichene dünne Sperrholzplatten bildeten das Gehäuse für das mechanische Uhrwerk, dessen Pendel mit seinen gleichförmigen Bewegungen sich beruhigend auf die Menschen auswirkt, die sich in einem Raum aufhalten, in dem eine Kuckucksuhr an der Wand ihr ewiges Werk verrichtet. Das kann sie allerdings nur, wenn man sie regelmäßig aufzieht, denn der Auslöser für das Uhrwerk ist nicht das Pendel allein, sondern das an Ketten hängende Gewicht, dessen Schwerkraft für den regelmäßigen Ausschlag des Pendels sorgt.

In verschiedenen Gegenden der ehemaligen DDR versuchten sich auch Schnitzer an der Gestaltung von Kuckucksuhren nach dem Vorbild der aus dem Schwarzwald stammenden. Heraus kamen kleine handwerkliche Meisterwerke in den natürlichen Farben des Holzes.

Auch dort standen die typischen Schwarzwaldhäuser Pate, die schon von weitem mit ihren überzogenen Dächern und geräumigen Balkons Behaglichkeit und Gemütlichkeit signalisieren. Nach und nach kamen auch hier Elemente wie Blätter, Geweihe und Tierfiguren hinzu, denn man wollte den Originalen so nahe wie möglich kommen um sie zu Höchstpreisen anbieten zu können.

Artikel wurde von Sandra Reinfeld am 06.12.2008 eingereicht.

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