Globaler Klimaschutz muss lokal erfolgen!
Kommunale Verantwortung für C02-Minderung
Die wirklichen Klimakatastrophen sind nicht der warme Winter oder ein verregnetes Frühjahr. Überschwemmungen, Wirbelstürme, Schnee- und Dürrekatastrophen treffen vor allem weit entfernte Regionen. Doch bei der globalen Erwärmung ist jeder in der Verantwortung. Der globale Klimaschutz wird vor Ort gemacht.
Die weltweiten
Klimaschutzziele sind in europäische und nationale Gesetze eingeflossen. Umgesetzt werden sie aber zum beträchtlichen Teil in den Kommunen.
Doch in der Kommunalpolitik müssen wir immer wieder erleben, wie nach populären Meinungen und nach der Maxime „Nicht vor meiner Haustür!“ entschieden wird.
Der Strom kommt aus der Steckdose und keiner möchte unabhängig vom verwendeten Brennstoff gerne ein Kraftwerk vor der eigenen Haustüre haben. Selbst wenn noch weniger Menschen ein Kohle- oder Atomkraft in ihrer Gemeinde haben möchte, auch bei Biogas- oder Windkraftanlagen regt sich Widerstand und dem wird von den politisch Verantwortlichen häufig nachgegeben.
Dem Wunsch diese nicht vor der eigenen Haustür zu haben und sie zu verhindern, wird unter Einsatz von Steuermitteln häufiger entsprochen, als es bei störenden Straßen, Mobilfunkanlagen oder Gewerbebetrieben der Fall ist.
Die parlamentarischen Reaktionen auf den individuellen Widerstand Betroffener spiegeln dabei nicht die öffentliche Meinung wieder. Nach einer aktuellen Studie von Marburger Wissenschaftlern wollen 87% der Bundesbürger einen konsequenten Umstieg auf erneuerbare Energien. Auch Windkraft wollen 2/3 weiter genutzt wissen. Alle Umfragen kamen im letzten Jahr mit einer einzigen Ausnahme zu ähnlichen Ergebnissen.
Die meisten Bürger sind bereit für den Klimaschutz auch persönlich Lasten auf sich zu nehmen. Sie erwarten von den Politikern Handeln und verträgliche Lösungen.
Die Ziele des Regionalplans sehen einen maßvollen Ausbau der Windenergienutzung vor. Das Land Hessen und der Landkreis wollen verstärkt Biomasse energetisch nutzen.
Wir brauchen einen Mix aus allen Erneuerbaren Energien, wenn wir die gesteckten Ziele bis 2020 ernsthaft erreichen wollen.
Viele Bürger sind erschrocken über Konterkarierung der globalen Klimaschutzziele durch einen Großteil ihrer Lokalpolitiker. Tatenlosigkeit oder gar Verschwendung von Steuergeldern durch Verhinderungsplanungen sind kennzeichnend für eine fahrlässige Haltung.
Wir Bürger müssen von unseren lokalen Entscheidungsträger gerade beim Thema Klimaschutz die globale Verantwortung einfordern, damit sie sich für lokales Handeln und für verträgliche Lösungen vor Ort einsetzen.