Bilderrahmen - das unterschätzte Detail
Bilderrahmen sind leider ein allzu oft unterschätztes Detail wenn es darum geht ein Foto, ein Gemälde oder eine Kollage stilvoll zu präsentieren. Nur allzu oft sieht man Kunstwerke die in tristen einfarbigen Rahmen aufgehängt werden. Oft macht gerade das einen tristen, trostlosen Gesamteindruck. Viele Künstler gehen daher mittlerweile dazu über auch den Bilderrahmen direkt in die Gestaltung des Kunstwerkes mit einzubeziehen und diesen sogar mitunter zu einem Teil des Werkes zu machen.
So kann auch der
Bilderrahmen farbig gestaltet oder mit entsprechenden Gegenständen beklebt werden. Oft werden auch nur bestimmte Elemente aus dem Bild oder der Kollage auf dem Rahmen weitergeführt. Für den Betrachter ist das ein interessanter "Eye-Catcher" und er wird sich länger mit dem Werk beschäftigen und dieses intensiver zur Kenntnis nehmen. Die Einbeziehung des Bilderrahmens in die künstlerische Gestaltung ist keine neue Erfindung, sondern quasi nur eine Wiederentdeckung alter Traditionen denn schon in diversen alten Gemälden können wir eine Weiterführung des Bildinhaltes auf dem Rahmen erkennen, oft zwar nur durch Strukturen und Ornamente, immer aber mit einem eindeutigen Ziel - den Inhalt des Bildes noch weiter hervorzuheben und aufzuwerten.
Mit einem
Bilderrahmen kann man viel bewirken, man kann das gesamte Werk extrem aufwerten oder aber man kann den Gesamteindruck nahezu zerstören. Es ist daher auch an den Kunstschulen schon lange gängige Praxis, auch die richtige Gestaltung des Rahmens zu erlernen. Aber auch hier gilt: Weniger ist oft mehr. Ein einziger Faden, ein Seil, ein Grashalm oder was auch immer reicht oft völlig aus um den Rahmen mit einzubeziehen und das Bild interessanter wirken zu lassen. Wer Freude am Experimentieren hat kann hier sicherlich allerlei interessante Kreationen gestalten.