Saxophonmusik
Saxophone wurden zunächst fast ausschließlich in der Militärmusik eingesetzt und erlebten erst in Verbindung mit der Verbreitung des Jazz in den USA des frühen 20. Jahrhunderts eine wirkliche Verbreitung als standardmäßiges Musikinstrument. Die Swingorchester der späten 20er Jahre bestanden hier in der Regel aus zwei Altsaxophonen und einem Tenorsaxophon, welche für die Saxophonsätze verantwortlich waren. Mit der zunehmenden Vergrößerung dieser Orchester stiegen auch parallel die Saxophonsätze bis auf insgesamt fünf Musiker in den legendären Bigbands. Die Bigbands der 40er Jahre verfügten so über zwei Altsaxophone, zwei Tenorsaxophone und einem Baritonsaxophon – diese Formation gilt noch heute als übliche Bigband-Besetzung. In der Musikgeschichte sind selbstverständlich auch von dieser standardisierten Form abweichende Saxophonsätze bekannt, welche z.B. aus vier Saxophonisten bestand oder innerhalb der Verwendung der Saxophonmodelle variabel waren. Bei Musikgruppen kommen heute in der Regel Tenorsaxophone oder auch Altsaxophone zum Einsatz, ein dreistimmiger Bläsersatz besteht hier meist aus Alt oder Tenor, kombiniert mit weiteren Blasinstrumenten wie Trompete oder auch Posaune.
Bei größeren Kapellen und in der Volksmusik kommen Altsaxophone und Tenorsaxophone hingegen oft in den Nebenstimmen vor, wo sie zusammen mit den Tenorhörnern zu hören sind.
Saxophone bestehen in der Regel aus Messing, einer Messinglegierung, aus Kupfer oder sind gar versilbert. Auch wenn sie optisch zunächst nicht als solches anmuten, zählen Saxophone zu den Holzblasinstrumenten, da sie für die Erzeugung des eigentlichen Tons über Saxophonblätter verfügen müssen. Diese Blättchen bestehen aus Schilfrohr, welche auch als Pfahlrohr oder so genanntes Spanisches Rohr bekannt sind. Saxophonblätter zählen zum instrumentalen Fachbedarf und sind z.B. über den Hersteller Vandoren erhältlich.
Artikel wurde von Steffen Ehrlich am 14.07.2008 eingereicht.