Heckenpflanzen selbst gezogen

 

Heckenpflanzen selbst gezogen

Als unser neues Haus fertig gebaut war, wir eingezogen und die wichtigsten Dinge erledigt hatten, standen wir vor der Wahl, das Grundstück einzuzäunen oder mit eine Hecke zu umpflanzen. Da in unserer Wohngegend überwiegend Hecken vorhanden sind, entschlossen wir uns ebenfalls dazu. Hecken schützen vor Wind, dienen Vögel und anderes Getier als Unterschlupf, sind ein guter Sichtschutz und schaffen insgesamt im Garten ein günstiges Kleinklima. Die Hecke sollte nach Möglichkeit nicht viel kosten und es sollten unbedingt heimische Laubgehölze verwendet werden. Wir entschieden uns für eine Ligusterhecke. Liguster ist eine heimische Pflanze, sehr robust gegen alle Umwelteinflüsse und sie wächst relativ schnell. Die sich im Herbst entwickelnden Beeren dienen den Vögeln als Nahrung. Ich entschloss mich, die Heckenpflanzen selbst zu ziehen. Wir hatten auf unserem Grundstück einen alten Ligusterbusch. Mitte Juni schnitt ich die ca. 40 cm langen Jungtriebe ab und stellte sie zum bewurzeln in Einweckgläser mit Wasser.

In jedes Glas stellte ich ca. 20 Triebe, deren Blätter ich so weit abstreifte, dass kein Blatt im Wasser stand. Dadurch verhinderte ich Fäulnis. Die Gläser stellte ich an einen halbschattigen Ort. Wöchentlich kontrollierte ich den Wasserstand und füllte, wenn notwendig, Wasser nach. Innerhalb von ca. zwei Monaten entwickelten die Jungtriebe Wurzeln. Die bewurzelten Stecklinge pflanzte ich in den Gemüsegarten. Sie erhielten kein extra Beet, sondern ich umpflanzte die einzelnen und bereits vorhandenen Gemüsebeete mit den Stecklingen. So wurden sie in die allgemeine Pflege und Bewässerung ohne viel Aufwand mit einbezogen. Der Pflanzabstand betrug etwa 10 – 15 cm. Die eingepflanzten Stecklinge schnitt ich gleich nach der Pflanzung auf eine einheitliche Länge von ca. 10 cm. Nach einigen Tagen trieben die Stecklinge und verzweigten sich dabei an der Spitze. Im folgenden Jahr trieben die Stecklingen kräftig aus. Mehrmals wurden sie beschnitten, was dazu führte, das sie sich jeweils an den frischen Schnittstellen verzweigten. Dadurch wuchsen sie schnell zu kleinen Büschen heran. Beim Schnitt war ich nicht zimperlich, wollte ich doch dichte Büsche erzielen. Mittlerweile zog ich neue Stecklinge heran, die ich mir von anderen Hecken, die es überall in der Gegend reichlich gibt, schnitt. Im dritten Jahr erhielten die ersten Pflanzen, die zu stattlichen und dichten Heckenpflanzen herangewachsen waren, ihren endgültigen Standort an der Grundstücksgrenze. In den nächsten zwei Jahren pflanzte ich die Hecke weiter mit den von mir selbst und auf die gleiche Art gezogenen Ligusterpflanzen. Die Hecke hat insgesamt eine Länge von ca. 70 Meter. Der Pflanzabstand betrug auch in der Hecke ca. 10 – 15 cm. Dadurch wurde sie sehr dicht. Lediglich der Höhenunterschied war entsprechend dem Entwicklungsstand unterschiedlich. Die Hecke beschneide ich jährlich wenigsten zwei mal. Mittlerweile ist nach 11 Jahren der Höhenunterschied unserer Hecke ausgeglichen. Die Hecke ist prächtig gewachsen und sehr dicht. Nicht ohne Stolz wird bei passender Gelegenheit erwähnt, dass ich alle Heckenpflanzen selbst gezogen habe.Bei www.garten-magie.de finden Sie alles rund um die Gartengestaltung, wie zum Beispiel Gartenmöbel, Grillgeräte, Terrassenheizungen, Kamine, Fackeln usw.

Artikel wurde von Bodo Holzendorf am 24.06.2008 eingereicht.

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