Psychologie beim Einkaufen: wie Gutscheinrabatte Käufer beeinflussen

 

Psychologie beim Einkaufen: wie Gutscheinrabatte Käufer beeinflussen

In der heutigen Zeit wird der Marktschreier außen vor gelassen. Der Kunde wird durch Licht, Musik und Verpackungen zum Kaufen animiert - der Einkauf wird zum Event. Auch der Gutscheinrabatt wird benutzt, um den Kunden zum Kauf zu bewegen. Gutscheinrabatte sind prozentuale Preisnachlässe, welche dem Käufer aus unterschiedlichsten Gründen gewährt werden. Der Rabatt per Gutschein kann entweder einen prozentualen Preisnachlass oder den Nachlass eines festen Geldbetrages beinhalten.

Die Psychologie des Gutscheinrabattes

Die Gewährung eines Gutscheinrabattes beinhaltet in erster Linie einen psychologischen Effekt. Bei Erhalt des Gutscheines wird dem Kunden der Anbieter ins Gedächtnis gerufen. Durch den Gutschein wird des Weiteren ein recht positives Bild von diesem erzeugt. Zumeist sind auf dem Gutscheinrabatt bestimmte Produkte aufgeführt, welche dem Kunden ebenfalls ins Gedächtnis gerufen werden. Der Betrachter verspürt einen Drang, sich an dieses Produkt zu erinnern und sich zu fragen, ob er dieses benötigt.

Vordergründig wird jedoch nicht das Produkt, sondern alleinig der Rabatt ins Gedächtnis gerufen, dieser erzeugt beim Betrachter die Ansicht, dass dieser "enorme" Geldsummen sparen kann.

Der Gutscheinrabatt im Geschäft

Falls der Gutscheinrabatt in einem Geschäft in unmittelbarer Nähe eingelöst werden kann, wird der Gutscheinrabattbesitzer dieses wahrscheinlich betreten und den Gutschein einlösen. Bei Betreten des Geschäftes wird dieses als positiv empfunden, denn der Gutscheinrabatt vermittelt, dass der Besitzer etwas geschenkt bekommt. In der Realität gibt dieser jedoch Geld an das Geschäft weiter. Die eigentliche Psychologie von Gutscheinrabatten besteht folglich darin, dass dem Besitzer vorgetäuscht wird, dass dieser Geld einspart. Die Realität spiegelt jedoch oft das Gegenteil wieder. Zumeist beziehen sich Gutscheinrabatte immer auf relativ billige Produkte. Dies hat zur Folge, dass ein Preisvergleich mit ähnlichen Produkten zumeist gar nicht in Betracht gezogen wird.

Artikel wurde von Martin Zipfel am 11.06.2008 eingereicht.

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