Fertighaus ist nicht gleich Holzhaus
Die als typisch bekannte, und überwiegend verbreitete Bauweise von Fertighäusern, ist die Holzbauweise. Der Großteil der im deutschsprachigen Raum angebotenen Fertighäuser wird in Holzrahmenbauweise oder in Holztafelbauweise gefertigt. Komplette Wand- und Deckenelemente werden dabei vom
Fertighaushersteller aus Holz industriell vorgefertigt. Die aus einem Holzskelett bestehenden Elemente werden wärmeisoliert, beidseitigt mit Holztafeln beschichtet und bereits mit Installationen, Türen und Fenstern im Werk produziert, bevor Sie zur Baustelle transportiert werden. Dort wird aus diesen Komponenten in wenigen Tagen ein kompletter Rohbau errichtet.
Fertighäuser können jedoch durchaus auch aus Komponenten bestehen, die in sogenannter "Ziegelverbundbauweise" aus massivem Stein, oder in "Betonfertigteil-Bauweise" aus Guß- oder Porenbeton vorgefertigt wurden. Ebenso, wie bei den beschriebenen Holzbauweisen, werden dabei die kompletten Wandelemente weitestgehend vorgefertigt am Bauplatz angeliefert.
Außerdem werden auch Wohnblockhäuser und Fachwerkhäuser als Fertighäuser angeboten, wobei diese Bezeichnung eigentlich irreführend ist.
Bei diesen Bauweisen dauert die Errichtung des Rohbaus deutlich länger, denn handwerklich vorgefertigt werden hier meißtens nur die einzelnen Stämme, Bohlen oder Balken, die auf der Baustelle erst zu einem reinen Holz-Skelett oder zu massiven Holzwänden zusammengesetzt werden müssen, was einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen kann.
Artikel wurde von Michael Blömeke am 31.05.2008 ingereicht.