Was bedeutet der Wegfall der Grenzen für die europäische Politik?
Seitdem immer mehr Länder innerhalb Europas Teil der Europäischen Union( EU) geworden sind bzw. werden wollen, wie z.b. die Türkei, werden auch die Grenzkontrollen langsam abgeschafft. Dies soll zu einer Erleichterung im gegenseitigen Warenverkehr führen, lässt aber auch die Kriminalität und die Möglichkeit des illegalen Grenzübertritts deutlich ansteigen. 1985 wurde in Schengen ein Abkommen vereinbart, das gerade diese Möglichkeit des schnellen Reiseverkehrs und die zügige Abwicklung der Wirtschaft innerhalb der EU zulassen sollte, aber die Gefahren durch zu wenig Überwachungsmöglichkeiten wurden schon damals von der
Politik wohl wahrgenommen. Es muss nun auf eine größere Sicherung der Außengrenzen der EU gedrungen werden, um besonders Schlepper- und Schmuggeltätigkeiten zu verhindern. Der Vorteil dieser EU ohne Binnengrenzen liegt darin, dass Waren in Europa wesentlich billiger hergestellt werden können, außerdem kann sich jedes Land auf die eigenen Produkte spezialisieren, die sowieso besonders preisgünstig produziert werden; im Austausch wird dann anderes in das Land eingeführt.
Eine deutliche Zunahme des Schienen- und Lastverkehrs ist die Folge, dann ist natürlich durch diese Art der
Politik mit der Einführung des Euro als Währung für viele EU-Länder eine klare Erleichterung im Handel zu bemerken.
Im Schengener Abkommen sind außerdem die Visapolitik und die Aufenthaltsregelungen vereinbart worden, dann die Asylpolitik, die polizeiliche Zusammenarbeit , z.b. ist ein System entwickelt worden, um gemeinsam Computerdaten und Informationen zu nutzen; außerdem arbeitet die Justiz länderübergreifend zusammen, insbesondere beim Thema Rechtshilfe und schneller Auslieferung. Für die Politik der EU-Länder hat sich mit der Vergrößerung der EU also auch der Bürokratismus verschärft……
Artikel wurde von Annette Speth am 31.05.2008 eingereicht.