Kunststadt Düsseldorf

 

Kunststadt Düsseldorf

Wahrscheinlich war es der Kurfürst Johannes Wilhelm, der den Weltruf von Düsseldorf als Kulturstadt begründete. Der von den Düsseldorfern fast zärtlich „Jan Wellem“ genannte Kurfürst der Kurpfalz residierte während seiner Amtszeit ab 1690 in der Stadt am Rhein, weil seine heimatlichen Besitzungen vom Krieg zerstört waren. Statt seine Heimatregion wieder aufzubauen, verprasste Jan Wellem sein Geld lieber in Düsseldorf auf ausschweifenden Parties und Festlichkeiten. Eines jedoch gehörte zum Partyleben der alten Boheme: Man leistete sich Künstler am Hofe. Der Rubens Mäzen Jan Wellem heuerte Künstler aus aller Herren Länder und brachte sie nach Düsseldorf.

Etwas später dann gründete der Kurfürst Karl Theodor die Düsseldorfer Kunstakademie. Karl Theodor, der auch Kurfürst von Bayern wurde, verfolgte ein engagiertes großzügiges Mäzenatentum gegenüber Wissenschaft und Künsten in seinen niederrheinischen Besitzungen.

Welche Freigeister durch die Einrichtung der Kunstakademie in Düsseldorf tatsächlich geschaffen wurden – sicher haben beide Kurfürsten das nicht erwartet.

Wilhelm von Schadow entwickelte hier die Düsseldorfer Malschule und forderte die Aufnahme der Freiheit von Kunst und Kultur in der Paulskirchenverfassung. Später kamen Künstler wie Mack und Uecker mit ihrer „Gruppe 36“ zum Zuge. Wieder einige zeit später revolutionierte Josef Beuys mit seinen Schülern die Kunstszene – Was heute als zeitgenössische Kunst bekannt ist, ist ohne die Künstler der Düsseldorfer Kunstakademie undenkbar.

Auch andere Bereiche der Kultur sind durch Düsseldorfer und das Düsseldorfer Umfeld geprägt worden: Heinrich Heines Geburtshaus stand in der Düsseldorfer Altstadt, nicht weit davon entfernt, auf der Ratinger Straße, wurde der Deutsche Punk geboren.

Mit Recht blickt die Stadt Düsseldorf auf eine lange Tradition als Kunststadt zurück.

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