Gold - DIE Geldanlage?

 

Gold - DIE Geldanlage?

Gold wird schon seit Jahrhunderten als Wertanlage genutzt, doch was früher galt, kann sich heutzutage vielleicht als großer Fehler erweisen.

Denn wer auf Gold als Geldanlage setzt und somit als Zukunftssicherung nutzen will, geht damit in der Regel davon aus, dass das Edelmetall dauerhaft wertbeständig sein wird und sich in seinem Wert vielleicht sogar noch steigert.

Anfang der 80er Jahre unseres Jahrhunderts war dies auch noch ein weit verbreiteter Standpunkt. Damals lag der Goldpreis auf einem Rekordniveau von 850 Dollar je Unze und Finanzexperten priesen Gold als die Sicherung gegen Krisen. Fünf Jahre später hatten Anleger aus dieser Zeit jedoch das Nachsehen. Der Wert ihres Goldes hatte sich halbiert, obwohl der Erwerbspreis für Gold sehr hoch war. Grund hierfür war der Indikator "Preis je Dollar", der zu jenem Zeitpunkt extrem niedrig war. Zinsen konnten diese Anleger wohlgemerkt auch nicht ernten.

2004 sah die Sache jedoch schon wieder ganz anders aus: Der Höchstpreis für Gold lag bei stabilen 450 Dollar je Unze, der Höchststand seit 16 Jahren.

Auch im Augenblick stabilisiert sich der Goldpreis weiter nach oben und wird für Anleger wieder attraktiver. Dies resultiert aus der Immobilienkrise in den USA 2007 und der dort allgemein schlechten Wirtschaftslage, die die Anleger in "sichere Werte" flüchten lässt sowie der gestiegenen Nachfrage, inbesondere aus China.

Der Grund für das Auf und Ab beim Gold: Genau wie jeder andere Rohstoff auch unterliegt das glänzende Edelmetall dem Prinzip von Angebot und Nachfrage.
Wer mit Gold spekuliert und so vielleicht dem Rat von Finanzexperten folgt, fünf bis zehn Prozent seines Vermögens in Gold anzulegen, tut nichts anderes als auf einen Sachwert zu spekulieren, welcher wie gesagt nicht krisensicher ist.

Hinzu kommen noch andere Faktoren wie zum Beispiel der der Zukunft. Wer kann wissen, wie sich die Nachfrage in den nächsten Jahren, Jahrzehnten entwickeln wird und ob die Rolle von Gold auch weiterhin so gewichtig sein wird? Kleinste Faktoren wie die Erfindung eines Stoffes, der Gold als Zahnersatz unnötig macht, haben schon Auswirkungen und können den Anleger viel Geld kosten.

Grundsätzlich ist Gold als einzige Geldanlage also nicht zu empfehlen. Wenn man trotzdem in Gold investieren will, sollte man dies folglich mithilfe von Mischanlagen tun, die auch andere Investitionsmöglichkeiten hinzuziehen und das eingebrachte Geld streuen. So wird das Risiko bei der Geldanlage minimiert. Wichtig ist auch, dass der Anleger nicht in den physischen Besitz von Gold investiert. Zum einen kommt beim Einkauf ein Aufschlag hinzu, zum anderen muss es ja auch gelagert werden. Hier sind Goldzertifikate eine gute Lösung, die sich exakt am Marktwertes des Goldes orientieren.

Artikel wurde von M. Bulggs am 29.02.2008 eingereicht.

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