Diamant – Eine Modifikation des Kohlenstoffs
Der
Diamant ist mit einer Härte von 10 nach Mohs das härteste bisher bekannte Mineral. Seit vielen tausend Jahren ist der Diamant ein ganz besonderer Stein. Durch seinen faszinierenden Glanz und eine starke Lichtbrechung ist er, zum Edelstein oder Brillanten geschliffen, zu einem wahren Statussymbol geworden. Jedoch eignet sich nicht jeder gefundene oder gewonnene Diamant als Schmuckstein. Der Stein muss dafür eine bestimmte Größe, die passende Form und natürlich die notwendige Reinheit aufweisen. Daher eignet sich nur ein Bruchteil der gefundenen Steine.
Die Reinheit eines Diamanten wird in verschiedene Kategorien eingeteilt. Ein lupenreiner
Diamant weist selbst bei 10facher Vergrößerung keinerlei Einschlüsse auf (flawless). Kleinste Einschlüsse, die bei 10facher Vergrößerung erkennbar sind, werden in nochmals 5 Kategorien angeordnet. Einschlüsse die das Auge erfasst, die die Brillanz des Steines jedoch nicht mindern werden mit pi1 bewertet. Mindern diese Einschlüsse die Brillanz deutlich, erhält der Stein die Bewertung pi3.
Der
Brillant ist ein Diamant, der durch seine besondere Schliffform, dem Brillantschliff, erst seinen Namen erhält. Er erhält mindestens 32 Facetten im oberen Teil und mindestens 24 Stück im Unterteil.
Neben den sogenannten farblosen
Diamanten gibt es unzählige Farbdiamanten. Diese können einen Glanz in nahezu allen Farbtönen aufweisen. Am häufigsten kommen, neben den farblosen Diamanten, Diamanten in Gelb- und Brauntönen vor. Diese Färbung entsteht durch den Stickstoffgehalt des Steines. Blaue Diamanten sind seltener und erhalten ihren Farbton durch Bor. Warum genau Diamanten in sehr seltenen Fällen eine rote oder grüne Färbung aufweisen ist nicht ganz sicher, jedenfalls sind Diamanten in diesen Tönen ausgesprochen selten. Je reiner und intensiver die Farbe eines Diamanten ist, desto wertvoller und seltener ist dieser Edelstein.
Das Gewicht eines Diamanten wird in Carat gemessen. Dabei entsprechen 0,20 Gramm 1 Carat (ct). Die meisten Diamanten werden heute in Afrika und Russland gewonnen, aber auch China, Australien und Nordamerika liefern zahlreiche Diamanten zur Herstellung von Schmucksteinen sowie für industrielle Verwendungszwecke.
Artikel wurde von Petra Meyer am 04.02.2008 eingereicht.