Hanffasern – voller Kraft und Energie

 

Hanffasern – voller Kraft und Energie

Schon die Chinesen vor 10.000 Jahren wussten um die Vielseitigkeit der schnellwachsenden einjährigen Hanfpflanze und um die Widerstandsfähigkeit der Hanffaser. Nicht nur dass auf Pestizide und Herbizide verzichtet werden kann, auch ist die Hanfpflanze viel ergiebiger als z.B. Baumwolle, für deren Anbau Massen an Giftstoffen verwendet werden. Laut WHO gibt es jährlich bei den Baumwollarbeitern mehr als 1 Million Vergiftungsunfälle!

Ein weiterer ökologischer Vorteil spricht für die Hanf-Papier-Erzeugung, die einem Kahlschlag unserer kostbaren Wälder entgegensteuert und auf die umweltzerstörende Chlorbleiche verzichten kann. Unsere Wälder, unser Boden und unser Wasser könnten sich endlich wieder erholen! Hanf liefert auf derselben Fläche bis zu 5-mal soviel Papier wie Holz und schont noch dazu den Boden, da die Pflanze als ideale Rotationsfrucht für die Nachfolgepflanzen einen bestmöglichen Boden hinterlässt.

Nicht nur Papier und ausgezeichnete Textilien lassen sich aus Hanffasern herstellen, auch die Baubranche nutzt inzwischen schon gerne den nachwachsenden Rohstoff für die Herstellung von Dämm- und Isoliermaterialien.

Diese Werkstoffe überzeugen durch eine hohe Widerstandsfestigkeit und Feuerfestigkeit. Ebenso besticht die Fähigkeit der natürlichen Isolierung!

Was die Bauindustrie für sich in Anspruch nimmt, tut ebenso die Automobilindustrie, die auf Naturfasern wie Hanf setzt. Das Material des 21. Jahrhunderts ist schon Ausgangsstoff für die gesamte Innenauskleidung. Genauso werden bereits Getriebeteile aus Naturfasern produziert. Für Forschungen in diese Richtung gibt die EU inzwischen viel Geld aus, was in Zukunft eine enorme Chance für unsere Landwirtschaft sein könnte. Ein bekanntes Vorbild für diese Entwicklung ist Henry Ford, der vor 67 Jahren sein berühmtes „Hanf-Mobil“ herstellte. Nicht nur die Karosserie und die Innenverkleidung bestanden aus Naturfasern, auch der Treibstoff „Hanföl aus den Hanfsamen“ wuchs auf dem Feld.

Noch nicht genug könnte Hanf noch als Biomasse und Energielieferant dem Treibhauseffekt entgegensteuern. Vom Samen bis zur Faser sorgt Hanf für eine positive Öko-Bilanz!

Visionäre träumen davon, dass endlich „Naturfasern“ in sämtliche Zweige der Industrie vorstoßen und Erzeugnisse die zur Herstellung Erdöl benötigen durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden können. So werden natürliche Materialien wie Hanf, Jute, Flachs und Brennnessel nicht nur immer mehr erforscht, sondern auch in Zukunft sicherlich unsere Industrie verändern.

Artikel wurde von Sylvia Mitterer am 29.01.2008 eingereicht. E-Mail: autor[at]hanf[dot]tv

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