Politik und Arbeitslosigkeit

 

Politik und Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit gilt von jeher als Barometer für die Akzeptanz der Politik einer Regierung

Leider ist das Problem der Arbeitslosigkeit in Deutschland seit Jahren anhaltend hoch. Heutzutage sprechen wir von einem Arbeitslosenrekord, wobei dieser Begriff in der Politik gerne benutzt wird, um die schwierige Dimension einer Lösung dieser Misere zu veranschaulichen. Die Quote liegt bei ca. 10%, wobei das Patentrezept zur Eindämmung eindeutig fehlt. Würde ein Erstarken der Wirtschaft durch Steuerentlastungen Arbeitsplätze schaffen oder bringt dies die Unternehmen eher dazu, noch mehr Geld in die Renditesteigerung zu pumpen und auf Kosten der Arbeitnehmer Arbeitsplätze abzubauen?
Die Politik ist uneins, es ist wohl nur klar, dass immer weniger Arbeit in den kommenden Jahren zur Verfügung steht. Damit muss sich unsere Gesellschaft und auch die amtierende Regierung auseinandersetzen, es wird immer weniger Arbeit verteilt werden können , denn durch die Industrialisierung und Verkleinerung der Fertigungsprozesse in den großen Unternehmen sinkt die Quantität der Arbeiter, einige wenige gut ausgebildete Fachkräfte übernehmen einen größeren Fertigungsbereich.

Was passiert dann mit den vielen schlecht ausgebildeten Menschen auf dem Arbeitsmarkt, wo ist überhaupt noch Arbeit vorhanden?
Ein Wandel in unserem Wertesytem bleibt nicht aus, denn eine sinnvolle Tätigkeit kann der Mensch auch in seinem sozialen Umfeld finden, in der Hilfe für andere, Pflege für Schwache etc. Wenn wieder die Mitmenschlichkeit ein Thema wäre in der Politik, dann würden vielleicht neue Dimensionen eine Beschäftigungspolitik möglich, die den Menschen im Vordergrund sehe würde und nicht nur seine Produktivitätsquote.

Artikel wurde von Annette Reinhardt-Speth am 21.01.2008 eingereicht. E-Mail: Tarrega[at]gmx[dot]de

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