Stressbewältigung im Alltag und Beruf : Stress lass nach !
Stress im Sinne einer psychischen Belastung und Herausforderung auf scheinbar nicht zu schaffende Anforderungen kann unser Leben und die Gesundheit ganz erheblich beeinflussen. Angefangen von leichteren Symptomen der Unruhe und Anspannung mit Kopfschmerzen oder Muskelverspannungen über Ein- und Durchschlafstörungen können die Folgen bis hin zu schwerwiegenden Krankheitsfolgen und Burn-out führen.
Die körperlichen und psychischen Stressreaktionen entstehen, wenn unsere psychische Balance aus dem Gleichgewicht gerät und wir selber nicht über Bewältigungsmöglichkeiten oder Möglichkeiten für eine aktive Entspannung verfügen.
Stress ist dabei zunächst eine sehr unspezifische Reaktion des Körpers auf jegliche neue Veränderung. Auch Kälte oder Wetteränderung oder andere neue Anforderungssituationen lösen die gleichen körperlichen Reaktionen des vegetativen Nervensystems aus.
Ob nun eine Situation als „stressig" im Sinne einer negativen Daueranspannung erlebt wird, hängt von persönlichen Veranlagungen und äußeren psycho-sozialen Anforderungen ab.
Zusätzlich kann jede Tätigkeit zu Stress führen, wenn man sie im Übermass macht, beispielsweise auch Sport oder andere angenehme Dinge.
Stressbewältigung erlernen
Für den Umgang mit Stress ist zunächst wichtig, dass nicht nur die äußeren Belastungsfaktoren wie Arbeitsbelastung, finanzielle Probleme, Beziehungsprobleme, Krankheiten etc. eine Rolle spielen, sondern auch die eigene Veranlagung bzw. Belastungsfähigkeit. Diese wiederum kann schwanken bzw. z.B. von Schlafmangel etc. abhängen.
Stressbewältigung bedeutet nun, sich auf die mittel- bis längerfristige Veränderung von Belastungsfaktoren einzustellen und vorzubereiten bzw. eine Stärkung der inneren Fähigkeiten im Umgang mit Belastungen. Hier wiederum wird man kurz- und längerfristige Veränderungen anstreben. Zielsetzung ist also keinesfalls, Stress völlig zu verhindern. Vielmehr kann man lernen, sich den Belastungen zu stellen bzw. günstig(er) damit umzugehen.
Neben Sport und Bewegung, können z.B. Atemtherapie, verschiedene Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training sowie Phantasiereisen eingesetzt werden. Zudem bieten Therapeuten Kurse bzw. auch Ratgeber an, die die eigenen Verhaltensmuster hinterfragen helfen bzw. neue Verhaltensstrategien im Umgang mit Stress und Belastungen entwickeln helfen. Hier kann beispielsweise die kognitive Verhaltenstherapie eine Hilfe zum Erkennen typische Belastungssituationen und eigener Reaktionen liefern.
Das
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Dr. Martin Winkler arbeitet als Arzt und Psychotherapeut in einer Klinik für ADHS und Essstörungen